Atelierhaus – Berlin

Der bekannte Architekt MATTHIAS SAUERBRUCH über das Atelierhaus von Liko Ikemura. Nominiert zum Berliner Architekturpreis. „Das Haus steht in der Strasse wie jedes andere, bei genauem Hinsehen hat die Fassade allerdings aussergewöhnliche Proportion, der aufmerksame Beobachter fängt an neugierig zu werden. Wem es gelingt, hinter die Oberfläche vorzudringen, wird schnell klar, dass an diesem Haus beinahe nichts normal ist und gar nichts dem Zufall überlassen wurde. Zunächst nimmt ein kleiner Zen-inspirierter Innenhof die fernöstlichen Anklänge der Eingangspartie auf und entfaltet eine gewisse klösterliche Athmosphäre inmitten des Bereichs, der ganz der Kunst von Leiko Ikemura gewidmet ist. Die subtile Räumlichkeit…“

Baujahr:

2015

Bauherr:

Privat

Architekt:

Philipp von Matt, Berlin

www.phvm.com

Nominiert zum Architekturpreis Berlin 2016.

Projektleitung bei FritzGlock:

Sven Höfer

Wer wohnt hier?

Dies ist das Künstleratelier und Wohnhaus der Künstlerin Leiko Ikemura und dem Architekten Philipp von Matt.

Unsere Leistung:

Planung, Herstellung und Einbau von Fenstern- und Fassadenelementen, Türen, Schiebetüren und Haustüren in der Materialkombination Holz/Alu. Dachverglasungen.

Fotos: Philipp von Matt

Fotos, auf denen die Künstlerin und deren Kunst zu sehen ist stammen von ARTITIOUS Berlin.

 

Biografie

Leiko Ikemura studierte spanische Literatur an der Fremdsprachen-Universität Ōsaka und wanderte 1972 nach Spanien aus, um das Studium in Salamanca und Granada zu vertiefen. Die Zeit von 1973 bis 1978 widmete sie dem Studium der Malerei an der Akademie in Sevilla. Nach ihrer Übersiedlung in die Schweiz hinterließ Leiko Ikemura in der Zürcher Kunstszene der frühen Achtzigerjahre ihre ersten markanten Spuren. Zur selben Zeit zeigte der Bonner Kunstverein erstmals ihre Arbeiten. Auf Einladung der Stadt Nürnberg betätigte sie sich 1983 neun Monate als Stadtzeichnerin und zeigte ihre Arbeiten danach in einer viel beachteten Einzelausstellung in der Kunsthalle Nürnberg. 1983 beteiligte sich Ikemura an der Aktuell 83. Es folgten zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, wie 1987 im Museum für Gegenwartskunst (Basel) (solo), 1988 Made in Cologne in der Dumont Kunsthalle, mit Zeitgenossen wie Martin Kippenberger, Sigmar Polke, Rosemarie Trockel u. a. Im Jahr 1999 gestaltete Ikemura anlässlich der Melbourne International Biennial 1999 den Japanischen Pavillon.

1991 folgte sie der Berufung an die Universität der Künste Berlin UdK (damals Hochschule der Künste HdK).

2014 Berufung als Professorin an die Joshibi Universität für Kunst und Design, Kanagawa, Japan.

Seither lebt und arbeitet Leiko Ikemura in Berlin und Köln. Quelle: WIKIPEDIA