Miteinander

Miteinander

Wenn man durch unsere Firma geht, dann kann man es fühlen. Das Miteinander. Es äußert sich in vielen kleinen Dingen. Man spürt es sofort, muss jedoch die entsprechenden Antennen ausgefahren haben. Es gibt einen schönen Spruch. „Es heißt Nehmen und Geben und nicht Nehmen und Gehen“. Mir geht das Herz auf, wenn ich sehe, was alles gegeben wird. Wir haben gerade viele Aufträge in der Werkstatt, welche anspruchsvoller nicht sein könnten. Von der Planung, über die Herstellung bis hin zur Montage. Ständig Neues, mit dem man sich anfreunden muss. Und alle machen mit! Es tut gut, dies zu sehen und zu spüren, wie alle an einem Strang ziehen. Und dies natürlich auch zu zeigen und zu sagen. Mit Worten und kleinen Gesten.

Wir sagen Dankeschön, Sven und ich! Und deswegen haben wir heute spontan ein kleines Mittagsbuffet für uns gemeinsam vorbereitet. Und alle haben mit angepackt. Wie immer eben. DANKE!

Früher hat meine Mutti Monika immer für`s Team gebacken. Eine schöne Tradition, die ich sehr gern fortführe. Deswegen steht heute ein frisch gebackener Schoko- Aprikosenkuchen mit auf dem Tisch. Mit Milka- Schokolade und viel Liebe gebacken. Und den Kartoffelsalat nach „Art unserer Familie“ gab es in der Lieblingschale meiner Mutter serviert, welche ich zu solchen Anlässen gern heraus hole. Zu Hause und hier auf Arbeit.

Ja, wie in jedem Brett noch ein Baum steckt, haben unsere Fenster Wurzeln. Familienwurzeln.

Herzlichst, Eure Katrin.

Nudelsuppe und Erinnerungen

Nudelsuppe und Erinnerungen

„Koche erst das Fleisch ab und löse es dann aus. Gieße die Brühe durchs Sieb. Und koche bitte unbedingt in verschieden Töpfen das frische Gemüse und die Nudeln bissfest. Nur kurz! Dann abgießen. Dann nimm einen großen Topf und schütte alles zusammen. Einen Tag vorher. Dann kann alles schön ziehen. Am nächsten Tag nur kurz aufkochen, dann bleibt alles schön bissfest. Abschmecken und frische Petersilie dran. Fertig!“

Ach Mutti, mir ist oftmals, als würdest du hinter mir stehen. Am Herd, an meinem Schreibtisch und überhaupt. Denn durch Erinnerungen bleiben Menschen für immer in unseren Herzen.

Heute also Nudelsuppe. Dies ist ein Rezept meiner Mutti Monika Glock, welche viele Jahre für uns gekocht hat. Seit 2016 im Herbst habe ich diese Aufgabe übernommen. Herzlich gern. Und koche nun, jeden Mittag, zwischen meiner Arbeit, für meinen Sven und unseren Sohn.

 

Erinnerungen

Erinnerungen

„Erinnerungen sind Sonnenstrahlen, die der Gegenwart ihr wärmendes Licht geben.“ Monika Minder

Meine Mutti Monika hatte früher oft, hier in Hermsdorf, in unserer FritzGlock- Küche fürs Team frisch gebacken. Und jeden Tag für unsere Familie gekocht. Wenn der Kuchen im Ofen war zog ein verführerischer Kuchenduft durchs ganze Bürogebäude. Und da Mandy heute frisch gepflückte Hauspflaumen mitgebracht hat, dachte ich mir, es wäre an der Zeit, diese Erinnerung für uns wach zu rufen. Und habe die Frühstückspause genutzt, um zu backen. Einen Pflaumencrumble.

Und plötzlich war er wieder da, dieser Duft, welcher Erinnerungen wach werden lässt. Kuchenduft. Wie früher…

Und natürlich geben wir gern etwas ab. Ein Kunde aus Erfurt kam gerade richtig, als der Kuchen noch warm war. 😉

Und wer wissen möchte, welches Gericht jeden Mittag hier bei uns, Punkt 12.00 Uhr, auf unserem Tisch steht, dann schaut auf meiner FritzGlock Instagram- Seite vorbei. Heute zeige ich es an dieser Stelle. Ein Kürbissüppchen. Mit Äpfeln, Kartoffeln, Ingwer, Curry, Chili, Limette und natürlich Kürbis. Dazu Petersilie und geröstete Brotwürfel. .

Wenn Möhrengemüse nach Ostsee schmeckt.

Wenn Möhrengemüse nach Ostsee schmeckt.

Wenn ich mittags in meiner FritzGlock- Küche für unseren Sohn Fritz, meinen Sven und mich koche, dann gehen mir dabei oft Gedanken durch den Kopf. UmsatzWie auch heute. „Ich habe frische Petersilie und rote Johannisbeeren aus dem Garten mitgebracht.“ tönt Antje fröhlich, als sie heute früh die Treppe hoch kommt. Und da ich oft spontan entscheide, was ich koche, weiß ich bei diesen Worten sofort, was es heute werden wird. Möhrengemüse a la Mutti, mit ganz viel Petersilie, neuen Kartoffeln und Klopsen. Wenn ich an dieses Gericht denke, muss ich an unsere Campingurlaube an der Ostsee denken. Auf einem Zeltplatz, direkt am Meer oder vielmehr Bodden. Dort hatten wir jedes Jahr unseren Sommerurlaub verbracht. Drei Wochen. Ferienplätze gab es offiziell für Handwerkerfamilien nicht, waren sie doch ein Dorn im Auge der SED- Funktionäre. So kamen wir zum Campen. Die ersten Jahre mit einem Zelt und später mit unserem Wohnwagen. Einem Bastei. In unserem Vorzelt stand ein Gaskocher mit zwei Flammen. Darauf hatte meine Mutter jeden Tag ein leckeres Mittagessen gezaubert. Da gab es keine Beutelsuppe, nein, es gab etwas Ordentliches. Wie zum Beispiel eben Möhrengemüse mit Klopsen. Da sehe ich unsere Familie, als ob es es erst gestern gewesen wäre, an unserem kleinen Campingtisch genau vor unserem Vorzelt sitzen, beim Essen. Draußen und sich dabei die klare Ostseeluft um die Nase wehen lassen. Und hinterher wurde auf eben diesem Gaskocher Wasser heiß gemacht und in zwei bunten Plastikschüsseln aufgewaschen, sowie abgetrocknet. Wie die Zeit vergeht.

In unserer Familie wurde schon immer viel und gern gekocht. Und gefeiert. Meine Oma Elli hat es mit Leidenschaft getan, meine Mutter hat es geliebt und wie sollte es auch anders kommen, auch ich koche wahnsinnig gern. Mit frischen Zutaten. Nur hätte ich mir einmal nicht träumen lassen, das ich dies hier in Hermsdorf, zwischen meiner Arbeit tun werde. Umsatzplanungen und Buchhaltung zur Seite legen, Schürze um und los geht`s .

Im Moment schwirren mir so viele Gedanken im Kopf herum. Die Gefühle fahren Achterbahn. Meine Mutti Monika hatte im Juni 2016 die krasse Diagnose bekommen, das sie maximal noch acht Wochen zu leben hätte. Und so war es am Ende auch gekommen. Unfassbar für sie, für mich, unsere Familie und unsere Mitarbeiter. Ein Schock. Diese gemeinsame Zeit hatten wir intensiv genutzt. Die Erinnerungen an eben diese Zeit kommen, als ob es heute war, immer wieder hoch und es vergeht sowieso schon kein Tag, das ich nicht an sie denke. Und dann musste ich ihr irgendwann versprechen, das ich das mit dem Kochen übernehme. Und nun mache ich das. Gern!

Wenn die Mutter stirbt ist man irgendwie kein Kind mehr. Man rutscht auf eine andere Stufe. So Vieles würde ich ihr noch erzählen wollen, ich tue dies nun an einer anderen Stelle. Und wenn mich wieder einmal diese Traurigkeit überkommt, am Schreibtisch und sonstwo, müssen die Tränen raus. Was soll`s, so ist das Leben und wir sind doch auch alle nur Menschen. Ein lieber Mensch, mit dem ich über dieses Thema gesprochen hatte, schickte mir diesen Spruch, von Vaclav Havel, er birgt so viel Wahres. „HOFFNUNG ist nicht Optimismus. Es ist nicht die Überzeugung das etwas gut ausgeht, sonder die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“

„Wie in jedem Brett noch ein Baum steckt; haben unsere Fenster Wurzeln.“ Es ist toll, unsere Tradition fort zu führen, unseren Familienbetrieb mit lieben Menschen um uns herum, die uns zugetan sind, Mitarbeiter, Kunden, Geschäftpartner. Und zu wissen, das unsere Kinder zu uns stehen, Fritz (29), unser ältester Sohn ist bereits mit im Unternehmen, in 5. Generation und Max (21) macht seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in einem anderen Betrieb. Fritz bearbeitet als Tischlermeister voller Freude Projekte, sitzt mit seinem Vater in einem Büro. Geben und Nehmen. Und Mittags sitzt er gemeinsam mit uns an unserem Mittags- und Familientisch. Wenn er, Punkt Zwölf- das ist schon immer unsere feste Essenszeit- die Tür aufmacht und fragt, „Was gibt`s denn Leckeres zu essen?“,  dann muss ich innerlich schmunzeln, denn früher war ich es, die als Erste Punkt Zwölf die Küchentür aufmachte und meine Mutter voller Vorfreude die selbe Frage stellte.

Verlust und Trauer über einen geliebten Menschen tun unendlich weh. Aber die Liebe, die man bekommen hat und die vielen schönen, gemeinsamen Erinnerungen werden immer im Herzen bleiben. Ich habe mich durch das Erlebte verändert. Schätzen was ist! Noch mehr als sonst! Vieles ist keine Selbstverständlichkeit, schon gar nicht die Gesundheit. Es gibt so viele schöne kleine Dinge, auch im Alltag, also, genießen wir sie!

Ich wünsche Euch einen schönen Nachmittag! Herzlichst, Eure Katrin.

PS: Und wisst ihr was, morgen koche ich noch ein spezielles Gericht meiner Mutter, mit der restlichen Petersilie. Traditionen. Nichts Schnelles, etwas Besonders. 😉 Das habe ich Antje versprochen. Dazu brauche ich jedoch zu Hause noch etwas Vorbereitung.

 

 

Das Ding mit der Freude.

Das Ding mit der Freude.

„Katrin, grüß dich, hier ist Charly!“ schallt es fröhlich aus meinem Hörer. „Sag mal, kann ich nächste Woche Freitag mal wieder mit meiner Klasse bei euch vorbeikommen und einen Betriebsrundgang machen?“. Charly heißt im echten Leben Herr Schaller, ist Deutscher Meister in der Altersklasse Ü60 im Judo, außerdem Lehrer an der hiesigen Berufsschule, unterrichtet die Tischler und spielt und singt außerdem leidenschaftlich in einer Band, in welcher er der Boss ist. Und da er aus dem selben Ort kommt, aus dem ich stamme, nämlich Kraftsdorf, kennen wir uns natürlich. Ich denke kurz nach, stelle fest, das es bei mir eigentlich überhaupt nicht passt und da ich ihm nichts abschlagen kann und beim nächsten Auftritt seiner Band wieder mit dabei sein möchte sage ich sofort freudig „Klar“!  Wir einigen uns auf den 29.6.18, 8.00 Uhr.

Nachdem ich aufgelegt hatte kam mir eine Idee und ich rief gleich nochmal in der Schule zurück. „Was hältst du davon, wenn wir hier bei uns ein Frühstück vorbereiten, nach dem Rundgang?“ Da wir die Idee beide super fanden kam dann gleich noch der zündende Gedanke, die Zeugnisausgabe von der Schule hier zu uns zu verlegen. Gesagt, getan!

Wie heißt es so schön, die Freude, in der Freude des Anderen zu finden, ist pures Glück. Da ist definitiv etwas dran. Sehr viel sogar. Und so freute ich mich diebisch, als ich dann irgendwann heute die Tür aufmachte und Taratata, zum gedeckten Tisch zeigte und sagte „Ihr seid herzlich eingeladen, bedient euch!“

Ich trat zur Seite und beobachtete. Und blickte in völlig überrascht, freudig drein schauende Gesichter. Und dachte mir, Katrin, das war es mal wieder wert! Eine gute Idee. Ja, es ist doch immer mit einem gewissen Aufwand verbunden.  Aber da ist dieses Ding eben mit dem gern machen…

Bei fritz- kola, Kaffee und Sandwiches plauderten wir noch Weilchen über unsere Anfänge in Kraftsdorf, da, wo unsere Wurzeln liegen und wie es war in all der Zeit, bis heute. Und nun wissen auch alle, warum ich Mittags hier in unserer Küche in Hermsdorf koche. Die, die es wissen wollten. Oder auch nicht. 😉

War schön mit Euch! Wir wünschen für die Zukunft Alles Gute. Und denkt daran, Handwerk ist cool! Bis zum nächsten Mal!

Schönes Wochenende!

Eure Katrin

PS: Danke Mandy, für`s Vorbereiten der Brötchen, dem Beschmieren mit Frischkäse und Butter, für die beigesteuerten Eier von glücklichen Hühnern und dass Hinter- mir- Herräumen… Danke Fritz, das du den Rundgang übernommen hast, kannst du doch wunderbar erklären und erzählen, was wir hier so machen und wie es bei dir persönlich gelaufen ist, hier, im elterlichen Betrieb. Und Danke Rita, für`s wieder wegräumen, denn das mag ich nicht. 😉

 

Gedankenversunken

Gedankenversunken

Gegen Mittag, so kurz nach halb zwölf, manchmal auch später, verlasse ich täglich meinen Schreibtisch in Richtung Küche. Tür zu, los geht´s. Denn dann koche ich. Für meinen Sven, unseren Sohn Fritz und mich. Manchmal auch für Gäste oder wenn es wieder einmal zu viel geworden ist, bekommt die Eine oder Andere im Team etwas ab. Als ich so das Gemüse putze und schneide kreisen meine Gedanken im Kopf herum. „Wenn du weißt, wie etwas schmecken muss, weißt du auch, was dran gehört.“ Da ist etwas dran, etwas Wahres! Und ich muss schmunzeln. Das hat meine Mutter, unsere Seniorchefin, oft zu mir gesagt. Und es kommt mir vor, als ob sie hinter mir steht und mir beim Kochen zuschaut. Heute habe ich mir etwas ausgedacht, was ich bisher noch nie gekocht habe, was mich aber so sehr an sie erinnert, hat sie dieses Gericht doch des Öfteren hier in Hermsdorf, in unserer Küche, an diesem Platz, an dem ich gerade stehe, für unsere Familie zubereitet. Täglich für uns gekocht, bis sie 2016 plötzlich schwer erkrankte und noch im selben Jahr, innerhalb einer ganz kurzen Zeit, verstarb. Ich kann es bis jetzt nicht richtig fassen und bin nach wie vor unendlich traurig darüber, das sie nicht mehr da ist. Sie fehlt mir so sehr! Es nützt aber nichts, das Leben geht weiter. Ihre Liebe, ihr Optimismus und ihre positive Einstellung zu den Dingen, bis zuletzt, haben mich geprägt und dafür bin ich sehr dankbar. Und deswegen gibt es heute vegetarische Gräupchensuppe mit Sahne, frischem Gemüse und viel Petersilie. Ich hatte kein Rezept, nur das Bild vor Augen, wie es auszusehen hat und am Ende schmecken muss. Nachdem ich alles abgeschmeckt hatte und fertig war muss ich sagen, es hat geklappt. Meine Testesser haben es mir bestätigt. „Wie bei Mutti“. Ja, nun bin ich Diejenige die kocht. Und nun wisst ihr auch, warum ich nun jeden Mittag für meinen Sven und unseren Sohn Fritz koche. Weil ich es ihr versprochen habe und diese Familientradition gern fortführe. Beim Kochen und überhaupt. Und ich dies gern tue. Was ich koche, könnte ihr täglich auf meiner Instagram- Seite sehen. Aber nur, fass es Euch interessiert, versteht sich. 😉 Eure Katrin