Blickwinkelwechsel

Blickwinkelwechsel

Am Freitag war ich mal kurz aus meinem Büro ausgezogen. Das war bereits besetzt, denn ich hatte es untervermietet, an einem netten Herrn der ALPHA LAN AG. Mein DATEV, also unser Buchhaltungsorogramm, welches es sich seit 23 Jahren auf meinem Arbeitsplatz auf dem Computer gemütlich gemacht hatte, durfte nun auf den neuen Server umziehen. Das ist viel sicherer. Und ich kann es ab jetzt von überall aus erreichen. Theoretisch und praktisch. Könnte! Man weiß ja nie.
Nun stellte sich die Frage, wohin? Ich wollte den Lohn fertig machen. Also ab ins Meisterbüro, welches direkt neben der Werkstatt liegt. Ich war schon oft drin, aber irgendwie war mir nie so richtig aufgefallen, das es, naja, nicht wirklich schön ist. Es wird ja auch gar nicht richtig genutzt. Nicht schön ist untertrieben. Es ist hässlich! Das wurde mir schlagartig klar, als ich mich, mitten im Zimmer sitzend, umsah.
Tja, Betriebsblindheit lässt grüßen. So geht’s los. Also hatte ich gleich mal die Gunst der Stunde genutzt und ausgemistet, weg geworfen, mir Roberto geschnappt und Möbel gerückt. Und einen Schrank entsorgt, sowie drei Pinwände von ihrem tristen Dasein erlöst, sinnlos an den Wänden herum zu hängen. Wenn man jetzt am Schreibtisch sitzt schaut man nun nicht mehr die langweilige Wand an, sondern schaut raus, auf einen Baum! Schön! Ein bisschen Deko dazu und fertig ist die Übergangslösung, die mir schon mal ganz gut gefällt. Und welche Farbe bald hier rein kommt, das könnt ihr schon mal sehen. Marco war so lieb und hat mir eine Streichprobe von meiner Wunschfarbe an die Wand gebracht. Hätte ja eh nicht eher Ruhe gegeben. Was sagt mir das, ich sollte ab und zu mal den Blickwinkel wechseln, kann nicht schaden!

 

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September

September

Herbstanfang. Nun ist es Gewissheit. Heute morgen habe ich das nächste Kalenderblatt für dieses Jahr umgeschlagen und festgestellt, es ist Herbst! Früh und Abends spürt man deutlich, das der Sommer das Zepter bereis an die nächste Jahreszeit abgegeben hat. Mich stört es nicht, ich mag die verschiedenen Jahreszeiten, jede hat seinen Reiz. Vielleicht wird der September ja golden und ein richtiger Altweibersommer? Mit Spinnweben, in denen die Tropfen des Morgentau hängen und sich die Sonne drin spiegelt? Wäre schön! Vor allem für unsere Baustellenteams. Nicht wegen des Morgentaus, sondern wegen annehmbaren Temperaturen auf den Baustellen. Noch vier Lohnabrechnungen und das Jahr ist schon wieder um, ich mag es gar nicht glauben, die Zeit vergeht so schnell! Herbst. In vier Monaten ist Weihnachten!  Aber bis dahin haben wir uns noch Einiges vor. Es ist gerade ziemlich viel zu tun. Herbst eben. Aber zum Glück haben wir ein Team, welches einfach passt! Dankesehr! Und in eigener Sache stehen auch noch ein paar Dinge an. Zu planmäßig gehen wir jedoch mit unseren eigenen Dingen nicht vor, kommt doch immer mal wieder etwas dazwischen, wird einem ein Strich durch die Rechnung gemacht. Und so ärgert man sich wenigstens nicht so doll. Oberste Priorität haben unsere Kundenaufträge, alles andere ordnen wir unter. Hier sollen keine Wartezeiten entstehen. Wir warten nämlich auch nicht gern! Warten aber eben auch gerade auf diverse Handwerker. Immer diese Handwerker! 😉 Und warten… Naja, wir kennen uns ja lang genug und haben Verständnis!  Und da wir wahrscheinlich immer so nachsichtig sind, müssen wir eben noch etwas länger warten. 😉 Aber im September klappt es, ich bin froher Hoffnung. Eine neue Formatkreissäge wird in Kürze bei uns eintreffen, da freuen wir uns schon riesig drauf. Naja, unsere Männer freuen sich riesig, Ich natürlich auch, aber noch mehr freue mich unter anderem auf unsere neuen T- Shirts und die neue Farbe an den Wänden! Aber warum eine neue Säge. Zum einen ist sie genauer als die Alte, ganz wichtig! –  und zum anderen, haben wir mehr Möglichkeiten, was wir hier bei FritzGlock herstellen können. Wenn man ein Produktionsbetrieb ist kommt man nicht drum herum zu investieren. Zum einen in neue Technik, damit man Qualität abliefern kann und zum Anderen in alles andere eben. Damit nichts „einschludert“. Damit Bestehendes erhalten bleibt. Unsere Ausstellung geht auch voran, wenn auch schleppend. Aber wir merken gerade, das dies auch seine Zeit braucht. „Eines nach dem anderen.“ hatte mein Vater und Seniorchef, Fritz Glock,  auch immer zu mir gesagt. Und er hat ja irgendwie auch Recht. Schönes Wochenende! Eure Katrin

 

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War mal eben Bäume pflanzen…

War mal eben Bäume pflanzen…

Für jeden erteilten Auftrag an FritzGlock pflanzen wir ein Bäumchen oder auch zwei oder drei. Gerade war ich wieder unterwegs. Zum Pflanzen. Online. Dieses mal habe ich mich für Buchen, Eichen, Wildkirschen und Fichten entschieden. Ein schönes Gefühl, der Natur wieder etwas zurück geben zu können. Für Holz, welches wir für unsere Fenster verwenden ein neues Bäumchen pflanzen. Die Flächen, welche es aufzuforsten gilt und an denen wir uns momentan mit Baumspenden beteiligen liegen in Berlin- Mittelheide, in Kobschütz bei Leipzig und in Wallendorf an der Eifel. Wir sagen ganz herzlich Dankeschön an unsere Kunden in Erfurt, Jessen, Kraftsdorf, Hermsdorf, Berlin, Schlöben und Offenbach. Danke für Ihr Vertrauen! Mein Brief zur Baumspende ist an sie unterwegs. 🙂 Die Anzahl der aktuell gepflanzten Bäume seht ihr übrigens auf unserer Blogseite am rechten Rand.

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Licht- und Schattenspiele

Licht- und Schattenspiele

Ich liebe es, wenn früh die Sonne fröhlich in unser Büro herein strahlt und die Schatten von Gegenständen, welche sie dabei streift, ihre phantasievollen Bilder auf Wände und Böden werfen. Dennoch, das schöne Wetter täuscht nicht darüber hinweg das es langsam Herbst wird. Die Tage werden spürbar kürzer und die Sonnenstunden nehmen ab. Nebel liegt früh über den Feldern. Und auch unser Haselnussbaum, welcher direkt vor unserem Firmengebäude steht, wirft langsam seine Früchte ab. Als ich Freitag früh aus dem Auto stieg lagen sie vor meinen Füßen. Die ersten drei Haselnüsse. Und noch dazu drei aneinanderhängende! Da musste ich zugreifen. Nun haben sie nun ihren Platz auf meinem Schreibtisch gefunden. Wie jedes Jahr. 😊 Man- oder vor allem Frau!- weiß ja nie, für was man sie noch gebrauchen kann… Wünschen und hoffen kostet nichts!
Ja, bald nun ist Herbst, was wir nicht nur an der Natur bemerken. sondern auch im Handwerk an unserer täglichen Arbeit. Also dann, los geht`s! 😉
Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag!
Eure Katrin

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Von Wickelklößen, verpatzen Überraschungen und Dingen, die oftmals nicht so sind wie sie scheinen.

Von Wickelklößen, verpatzen Überraschungen und Dingen, die oftmals nicht so sind wie sie scheinen.

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„Nächsten Donnerstag bekommen wir in der Firma Besuch, Herr… wollte uns zum essen einladen, was meinst du?“ so Sven letzte Woche zu mir. Und ich fand, da ich mittags sowieso für uns in der Firma koche, lade ich unseren Gast gleich mit dazu ein. Er wird sich sicherlich freuen und mir macht es Spaß, wenn ich jemanden überraschen kann. Auf meine Frage, was ich denn so kochen könnte meinte Sven „Ach, mach doch mal Saure Eier mit Wickelklößen, das hatten wir doch lange nicht und es ist etwas Besonderes. Aber es macht doch viel Arbeit. Oder?“ Ich wollte schon protestieren! Aber dieses Gericht bedeutet mir sehr viel, ich esse es wahnsinnig gern und es ist ein altes Familienrezept. Meine Oma Elli hat es manchmal gekocht, zu besonderen Anlässen. Und hat es meiner Mutter beigebracht. Ich habe es bis jetzt nur einmal zubereitet, letztes Jahr im Sommer. An einem Wochenende. Als Test, ob ich das kann. Wenn nicht, hätte ich meine Mutter noch fragen können. Nun eben nicht mehr. Meine Mutter hatte es hier in Hermsdorf manchmal für uns zubereitet, als etwas Besonderes, wenn Besuch kam. Ja, dieses Gericht ist etwas Besonderes für mich. Es schmeckt nach Kindheit. Das Rezept dazu steht in meinem abgegriffenen blauen Notizbuch mit losen Blättern, dort habe ich es vor ungefähr 35 Jahren hinein geschrieben, zusammen mit all den anderen Rezepten, welche im Kochbuch meiner Mutter standen. Ach ja, da steht auch „Partygetränk“. 1 Flasche Rotwein, eine Flasche Korn, eine Flasche Kirschlikör. Alles gut mischen und kalt stellen. Na dann Prost! Oder besser nicht! Ich glaube, das werde ich nicht probieren… 😉

Wie die Zeit vergeht. Also Saure Eier, nun gut, warum nicht? Zu blöd, das die Zeit heute etwas eng wurde. Ich hatte mit Antje noch etwas zu erledigen, mussten mal kurz weg, außer Haus. Eine Überraschung vorbereiten. Trotzdem, ich hatte es mir in den Kopf gesetzt und sollte es dennoch schief gehen, sich die Klöße im Topf auflösen, Mc Donalds ist schräg gegenüber. 😉 Ich könnte im letzten Moment dort etwas holen. Mit unserer Überraschung kamen wir zwar leider zu spät, aber das mit dem Essen hat immerhin geklappt. Zeitlich und überhaupt. „Wenn man weiß, wie es schmecken muss, ist es einfach.“ hat meine Mutter immer zu mir gesagt. Stimmt! Deswegen stehen in diesen Rezepten auch keine Mengenangaben drin. Und weiter „Das merkst du dann schon, ob noch Mehl dran muss oder nicht.“ Kann ich nur bestätigen. Als ich die Klöße in den großen Alutopf gleiten lasse muss ich schmunzeln. Schön ist er nicht mehr aber trennen möchte ich mich nicht von ihm. Warum? Gleich nach der Wende waren wir mit dem Wohnwagen meiner Eltern und unserem kleinen Sohn Fritz auf dem Weg an die Ostsee. Unserem Campingplatz, wo ich schon als Kind mit meinen Eltern Urlaub gemacht hatte. Unser damaliger alter Moskwitsch und der Wohnwagen waren total vollgepackt. Wir waren kaum losgefahren, machten an der erstbesten Raststätte Halt und schon sprach uns ein super netter Verkäufer an. So war das damals. Wir waren leichte Beute. Er hatte Töpfe im Angebot. Nicht, das ich keine gehabt hätte. Aber diese Töpfe funkelten! Und da wir damals noch nicht Nein sagen konnten, waren wir kurze Zeit später Besitzer eines völlig überteuerten Topfsets mit goldenen Henkeln, hurra! So sagte er es jedenfalls und es sah ja auch danach aus. Ein Riesenkarton, welchen wir mit Mühe und Not ins Auto wuchteten war nun unser Eigentum und nahm auf der Rücksitzbank, zwischen unserem kleinen Sohn Fritz, Klamotten und Schuhen Platz und füllte so die letzte Lücke zwischen uns auf unserer Fahrt in den Urlaub. Klasse! Goldene Henkel? Der Lack ist natürlich ab. Oftmals sind Dinge eben nicht so wie sie scheinen. Und es ist eben nicht alles Gold was glänzt.

 

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Geschichten, Geschichten, Geschichten…

Geschichten, Geschichten, Geschichten…

„Liebe Frau Höfer, ich danke Ihnen ganz herzlich für das tolle, offene und informationsreiche Gespräch! Sie haben mit Ihren Anekdoten meine Arbeit sehr bereichert und mir zudem nochmal eine ganz neue Sichtweise auf das Erzählen von Unternehmensgeschichten eröffnet….“

Unsere FritzGlock- Story und die täglichen Geschichten drum herum werden Teil einer Masterarbeit einer Studentin an der Uni Bremen sein. Danke Laura! 🙂 Über eine Stunde haben wir uns unterhalten und ich hätte endlos weiterplappern können. Frauen! 🙂 Es gibt aber auch so viele Geschichten zu erzählen. Geschichten die das Leben schreibt. Allein nur in unserer Firma. Geschichten von Freude, Spaß, Verantwortung oder auch von Rückschlägen, Niederlagen und Enttäuschungen. Man nennt es Leben!
Ihr fragt euch sicherlich, was die Rose hier zwischen meinen abgebildeten Buchseiten zu suchen hat? Sie passt einfach super, so finde ich. Was für eine Farbe! Zum einen finde ich Rosen wunderschön. Und Pink sowieso! Und zum anderen ist die Rose die Blume des Lebens, wunderbar! Und deswegen, weil ich eben Bunt mag, habe ich in meinen „Fenstergeschichten“ auf Fotos vom Großvater mit dem Pferdefuhrwerk in schwarz/weiß verzichtet.

„Farben sind keine Erfindung des Menschen, Farben sind ein Produkt der Natur.“
Ich wünsche euch eine schöne Woche!
Eure Katrin

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